Nussmus selbst zu machen ist erstaunlich einfach: Nüsse – und sonst erst einmal nichts.
Aus Haselnüssen, Mandeln, Cashews oder anderen Nüssen entsteht im Mixer nach und nach ein wunderbar cremiges Mus. Das Schöne daran: Du entscheidest selbst, was hineinkommt und wie es schmecken soll.
Pur kannst du dein Nussmus ganz ohne zusätzliche Aromen genießen. Oder du machst daraus deine ganz persönliche Variante – zum Beispiel mit Vanille, Zimt, Kakao oder einer kleinen Prise Salz.
Und natürlich eignet sich das fertige Nussmus hervorragend als cremige Basis für einen Pizzakuchen.
Warum Nussmus selbst machen?
Natürlich gibt es im Supermarkt längst gute Nussmuse, die ausschließlich aus Nüssen bestehen. Trotzdem hat die selbstgemachte Variante ihren ganz eigenen Reiz.
Du kannst deine Lieblingsnüsse verwenden, den Röstgrad selbst bestimmen und das Aroma genau an deinen Geschmack anpassen. Vor allem frisch geröstete Nüsse entwickeln einen intensiven Duft und Geschmack.
Dazu kommt: Nüsse liefern überwiegend ungesättigte Fettsäuren und enthalten – je nach Sorte – unter anderem Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe.
Vor allem aber ist selbstgemachtes Nussmus richtig lecker und unglaublich vielseitig.
Rösten: Hier entsteht das Aroma
Für besonders aromatisches Nussmus kannst du die Nüsse vor dem Mixen rösten.
Haselnüsse beispielsweise für etwa 10 Minuten bei 160 °C in den Ofen geben. Behalte sie dabei im Auge, denn je nach Größe der Nüsse und Backofen kann die benötigte Zeit etwas variieren.
Schon nach wenigen Minuten beginnt es herrlich nussig zu duften.
Nach dem Rösten kannst du die Nüsse etwas abkühlen lassen. Bei Haselnüssen lässt sich anschließend auch ein Teil der Schale durch Reiben in einem Küchentuch entfernen – das kann das Mus etwas milder machen.
Vom Pulver zum „flüssigen Gold“
Jetzt übernimmt der Mixer.
Am Anfang sieht es überhaupt nicht nach cremigem Nussmus aus. Genau das macht die Zubereitung so spannend.
Zunächst werden die Nüsse zu feinem Nussmehl. Beim weiteren Mixen entsteht eine dickere, kompakte Masse. Mit der Zeit werden die natürlichen Öle der Nüsse freigesetzt und die Konsistenz wird immer cremiger.
Irgendwann ist es so weit: Aus den Nüssen ist ein glänzendes, cremiges Mus geworden – unser kleines „flüssiges Gold“.
Je nach Nusssorte, Menge und Leistung des Mixers kann das unterschiedlich lange dauern. Zwischendurch gegebenenfalls Pausen einlegen und die Masse vom Rand nach unten schieben. Dabei immer die Herstellerangaben des Mixers beachten.
Jetzt wird experimentiert
Hier beginnt der kreative Teil.
Du kannst dein Nussmus komplett pur lassen oder mit verschiedenen Aromen verfeinern:
- Vanille für ein feines Dessert-Aroma
- Zimt für eine warme, würzige Note
- Kakao für ein schokoladiges Nussmus
- eine Prise Salz, um das Nussaroma hervorzuheben
- Gewürze wie Kardamom für etwas Besonderes
Wichtig: Nussmus selbst ist nicht automatisch süß. Wenn du eine süßere Variante möchtest, kannst du sie entsprechend kombinieren oder verfeinern.
Perfekt für deinen Pizzakuchen
Und jetzt kommt Nussmus auf den Pizzakuchen.
Statt einer klassischen Creme kannst du eine dünne Schicht Nussmus auf dem Boden verteilen und anschließend nach Lust und Laune belegen.
Besonders gut passen beispielsweise Bananenscheiben, Beeren oder andere Früchte dazu. Haselnussmus mit Banane schmeckt ganz anders als Mandelmus mit Beeren – und genau das macht Nussmus als Basis so interessant.
So kannst du aus demselben Grundrezept immer wieder einen anderen Pizzakuchen kreieren.
Ein Glas voller Möglichkeiten
Selbstgemachtes Nussmus braucht keine komplizierte Zutatenliste. Ein paar Nüsse, ein leistungsfähiger Mixer und etwas Geduld reichen für die Basis.
Ob pur, mit Vanille, Zimt oder Kakao, auf dem Frühstück, als Zutat beim Backen oder als cremige Grundlage für deinen nächsten Pizzakuchen: Ein einfaches Nussmus lässt erstaunlich viel Raum zum Experimentieren.
Also: Lieblingsnüsse auswählen, rösten, mixen und ausprobieren.
Welche Nuss kommt bei dir in den Mixer – Haselnuss, Mandel, Cashew oder eine ganz andere?


